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16. Mai 2020by Mathias Richter

LinkedIn: Das optimale Profil

LinkedIn: Das optimale Profil

Nutzen Sie LinkedIn mit dem größtmöglichen Benefit? Falls Sie diese Frage mit nein beantworten müssen, sollten Sie jetzt genauer hinschauen. 

Denn wir erklären Ihnen in unserer LinkedIn Serie, wie Sie gerade hier erfolgreich mehr B2B Kontakte generieren können und sich und Ihr Unternehmen optimal präsentieren. 

Viel Spaß mit dem ersten Teil. 

Die Hintergründe zu LinkedIn

LinkedIn zählt zu den großen Social Media Plattformen, und hat sich explizit auf den Business Bereich spezialisiert. Genau deshalb ist sie für Unternehmer jeder Branche besonders empfehlenswert, um sich ausgiebig zu vernetzen. 

Social Media Plattformen wie diese haben fürs Marketing zahlreiche Vorteile:

  1. sie geben Social Trust
  2. sie bieten die Möglichkeit der beidseitigen Kommunikation
  3. es können hohe Reichweiten oder virale Effekte erreicht werden
  4. es ist sehr kostengünstiges Marketing möglich

Für Sie bedeutet das, dass Sie außer Kontakte und Netzwerke zu knüpfen ebenso Ihr Produkt präsentieren und vermarkten können. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit Marktforschung zu betreiben, indem Sie testen, welche Zielgruppen existieren. 

Natürlich steht LinkedIn aber nicht alleine da. Der größte Konkurrent in Deutschland ist XING. Doch es gibt ein paar entscheidende Unterschiede. 

XING ist rein auf den deutschen Markt ausgerichtet, was die Möglichkeiten von vornherein einschränkt. LinkedIn hingegen hat durch den internationalen Markt eine deutlich höhere Reichweite (also auch in Österreich und in der Schweiz). Hinter LinkedIn steckt übrigens Microsoft, welches viel in die Themen E-Learning usw. steckt. 

Aktuell ist noch nicht klar, wer sich in Deutschland durchsetzen wird. Laut einer aktuellen Studie von Hootsuite liegen die beiden Konkurrenten dicht beieinander. Mit 51 % Nutzer in Deutschland hat LinkedIn die Nase allerdings leicht vorne. 

Ein Profil haben Sie hier bereits. Deshalb erläutern wir Ihnen im nächsten Abschnitt ein paar nützliche Funktionen, die Sie kennen sollten. 

Was bietet Ihnen LinkedIn?

LinkedIn entwickelt sich stets weiter und erweitert sein Angebot mit neuen Funktionen. Seit einiger Zeit gibt es neben dem kostenlosen Basic Account auch kostenpflichtige Premium Accounts, die noch mehr Funktionen bieten. Wenn Sie LinkedIn regelmäßig nutzen, könnte es auch irgendwann für Sie interessant sein, einen Premium Account zu nutzen. Zum Einstieg haben Sie aber genügend Möglichkeiten mit einem Basic Account.

Hier können Sie zum Beispiel Ihren Lebenslauf gleich in mehreren Sprachen einstellen. Das ist sozusagen Ihre digitale Visitenkarte, um Besucher von Ihrer Kompetenz zu überzeugen. 

Die Suchfunktion ist gut geeignet, um ausführliche Recherchen auszuüben. In der Basisversion können Sie neben Namen auch nach Unternehmen, Orten und Positionen suchen. Im Premium Account ist die Suchfunktion noch einmal erheblich ausgeweitet. Hier können Sie noch detaillierter suchen und auch fremde Profile kategorisieren. 

Wenn Sie ein eigenes Unternehmen bzw. eine eigene Marke haben, können Sie außerdem ein entsprechendes Unternehmensprofil erstellen. Sollten Sie bereits eine Marke haben, ist es sinnvoll Ihre Marke als Unternehmen bei LinkedIn eintragen. Wenn Sie Ihr eigenes Produkt bzw. Ihre Dienstleistung über LinkedIn vermarkten möchten, sollten Sie sich auch eine Unternehmensseite einrichten. 

Wie auch bei anderen Plattformen finden Sie die Gruppenfunktion bei LinkedIn. In verschiedenen Themengruppen können sich Nutzer austauschen und gemeinsame Interessen teilen. Sie können sowohl Gruppen beitreten, als auch eigene Gruppen gründen. 

Vor allem für Ihre Vermarktung spielen Gruppen eine ganz besondere Rolle. 

Natürlich können Sie bei LinkedIn auch Privatnachrichten verschicken. Dies begrenzt sich aber auf bereits geknüpfte Kontakte und Gruppenmitglieder.

Optimieren Sie Ihr Profil

Auch wenn es selbstverständlich klingt, finden sich bei vielen Nutzern immer noch dieselben Anfängerfehler. Deshalb überprüfen Sie, ob Ihr Profil folgende Punkte optimal berücksichtigt hat:

  1. Profilbild
  2. Titelbild
  3. Slogan
  4. Beschreibungstext
  5. Überzeugender Lebenslauf

Wenn Ihr Profil einen schlechten Eindruck macht, werden potenzielle Kunden Ihr Produkt ebenfalls als schlecht einstufen. Das sollten Sie vermeiden.

Ihr Profilbild

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Nutzer bei Internetseiten in der Regel zuallererst auf die Fotos achten! Damit hat das Profilbild – und damit Sie als Person – eine ganz besondere Bedeutung. Denn bekanntlich zählt ja immer der erste Eindruck.

Wenn Sie Ihr Profilbild erstellen, sollten Sie sich damit im Klaren sein, dass Sie als Person für Ihr Produkt stehen. Bei einer Personenbezogenen Marke geht es immer auch um den Kopf dahinter! Aber, warum sollten Sie sich als Person zeigen?

Ganz einfach: eine Person hinter einer Marke macht die Marke für den Kunden greifbarer! Es gilt der Unternehmer Grundsatz:

“Geschäfte werden nicht zwischen Unternehmen gemacht, sondern zwischen Menschen”.

Das ist nicht nur bei kleinen Marken der Fall, sondern auch große Unternehmen haben häufig eine einzelne Person, die repräsentativ für eine Marke steht. Denken Sie zum Beispiel an Apple und Steve Jobs, oder Microsoft und Bill Gates.

Wenn bei Firmen kein Gesicht hinter einer Marke steht, werden solche Gesichter oft eingekauft. Haribo hat z. B. viel Geld dafür ausgegeben, damit Thomas Gottschalk das Gesicht ihrer Firma ist. Da viele Menschen Thomas Gottschalk witzig und sympathisch finden, kaufen sie sicherlich noch lieber die bunten Gummibärchen.

Sie sollten auf dem Profilbild gut erkennbar sein. Nutzen Sie das Bild am besten auch auf allen anderen Profilen, damit die Leute Sie schnell wiedererkennen. Achten Sie dabei auch auf den richtigen Background (Business-Look oder lieber locker?).

Wie Sie es auch von anderen Plattformen kennen, haben Sie in Ihrem Profil zwei Möglichkeiten: Profilbild und Titelbild. Nutzen Sie das Titelbild um plakativ einen Slogan zu platzieren und Kontaktmöglichkeiten zu präsentieren. Oder weisen Sie konkret auf Ihr eigentliches Produkt hin!

Überlegen Sie ob es sinnvoll ist, ein professionelles Bild von einem Fotografen machen zu lassen. Das ist zwar teurer für Sie, allerdings vielleicht auch entscheidend dafür, dass Sie am Ende mehr verkaufen. Wenn Sie ein gutes Händchen für Fotos haben, können Sie aber selbstverständlich die Fotos auch selber machen. Achten Sie dabei auf einen schlichten Hintergrund, gute Lichtverhältnisse und ein gut ausgeleuchtetes Gesicht.

Sie sollten authentisch und locker rüber kommen und störende Elemente im Foto vermeiden. Wenn Sie einen Yoga-Kurs verkaufen, sollten Sie nicht mit Anzug und Krawatte auf Ihrem Foto posieren! Umgekehrt sollten Sie natürlich als Finanzberater nicht unbedingt ein Urlaubsfoto am Strand wählen. Fragen Sie sich einfach: 

Was würden Sie als Kunde gerne sehen?

Achten Sie akribisch auf das Format das Sie brauchen: Bei Titelbildern auf Linked benötigen Sie aktuell ein Format von 1400 x 425! Das Titelbild muss kompatibel sein für die Desktop Ansicht und mobile Ansicht. Das sollten Sie also unbedingt vorher testen!

Ihr Titelbild sollte vermitteln was Sie anbieten (ggf. in Ihr Design integrieren, z. B. durch Symbole und kleine Bildchen). Sie können Ihr Titelbild sozusagen als Werbebanner nutzen! Es sollte außerdem Ihr Corporate Design vermitteln (möglichst gleiche Farbe wie Ihre Website usw.). Auf Canva.com können Sie kinderleicht Ihre Bilder der notwendigen Größe anpassen. 

Aussagekräftige Beschreibung

Sie haben auf Ihrer Seite Platz, um sich und Ihr Unternehmen zu beschreiben. Grundsätzlich bieten sich dafür zwei verschiedene Profilelemente an: der Slogan und die Detailbeschreibung. 

Der Slogan erscheint direkt unter Ihrem Profilbild und ist aus verschiedenen Gründen sehr wichtig. Sie sollten sich bei der Formulierung genau überlegen, was Sie schreiben. Über den Slogan können andere Leute Sie gut finden. Überlegen Sie sich daher genau, welche Keywords Sie in dem Slogan unterbringen wollen. Es kann zum Beispiel auch vorteilhaft sein, wenn Sie Ihre Stadt hinzufügen. 

Erklären Sie in Ihrem Slogan Ihre grundsätzliche Mission. Ein Beispiel für einen Slogan könnte so lauten: 

Ich helfe (wem helfen Sie? Privatpersonen, Kleinunternehmern, Hundebesitzern) durch (was ist Ihre Methode, warum ist diese so besonders?) das (welches Ziel zu erreichen? was hat der Kunde danach, was er vorher noch nicht hatte).”

Im Beschreibungstext haben Sie Platz, um über sich selbst und Ihr Unternehmen zu erzählen. Hier sollten Sie detailiert erklären, warum Sie kompetent sind und weshalb Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung besonders ist. Listen Sie dafür Ihre geschäftlichen Tätigkeiten und Schwerpunkte auf. Wichtig: Professional Proof setzt immer voraus, dass Sie einen roten Faden haben. Reduzieren Sie sich also auf die relevanten Facts! Sonst wirken Sie schnell unseriös!

Achten Sie darauf, dass Ihre Beschreibung einen persönlichen Touch behält. Das wirkt sofort deutlich sympathischer und macht Sie als Person attraktiver. Schreiben Sie über Ihre ganz persönlichen Erlebnisse, Erfahrungen oder auch Schicksalsschäge, die Sie zu der Person gemacht haben, die Sie jetzt sind. 

Das Storytelling hat im Marketing einen ganz besonderen Stellenwert. Wenn Sie also in der Lage sind, sich und Ihr Produkt in einer Geschichte zu verpacken, können Sie Ihre Profilbesucher ganz besonders in den Bann ziehen. 

Bauen Sie in Ihrem Beschreibungstext immer wieder eine Call to Action ein. Zum Beispiel:

“Schreiben Sie mir für ein kostenloses Erstgespräch.” 

“Senden Sie mir eine Mail, wenn Sie eine Frage haben.”

“Ich freue mich, wenn Sie mich persönlich kontaktieren.”

Wenn Sie Ihre Profilbesucher auffordern, Sie anzuschreiben oder sogar anzurufen, sollten Sie natürlich auch unbedingt Ihre Kontaktdaten hinterlassen. Also immer angeben: Dienstliche Telefonnummer und E-Mail Adresse.

Eine weitere nützliche Funktion, die Sie sich zu Nutze machen können ist es, Mediendateien hochzuladen. Wenn Sie ein tolles Video haben, dass Sie bei der Arbeit oder bei einem Vortrag zeigt, sollten Sie dieses Video unbedingt einbinden. Dadurch kann sich ein Besucher direkt einen guten Eindruck von Ihnen machen, der sehr persönlich ist.

Qualifikationen

Das ist ein wichtiger Teil Ihres Markenauftrittes, denn so bekommen Sie Ihren Social Proof. Sie können ganz einfach Ihre beruflichen Stationen, den Ausbildungsweg und Ihre Kenntnisse einfügen. 

Auch hier können Sie Medien hochladen. Wenn Sie passendes Videomaterial haben, können Sie einen richtigen Eyecatcher auf Ihrem Profil einbinden. Solche Elemente stechen in Profilen immer hervor! 

Wenn Sie ehrenamtlich tätig sind, kann Ihnen das helfen ein Personal Branding zu geben.

Vanity URL

Gewöhnlich sieht eine URL bei LinkedIn so aus: 

www.BEISPIELURLhiereinfügen.de 

Viel besser würde es aber doch aus sehen, wenn das ganze so heißen würde: 

www.IhrName.de 

Besucher können sich Ihre URL so einfacher merken und zusätzlich wird sie deutlich besser von Suchmaschinen gefunden (SEO-Optimierung). Achten Sie bei der Erstellung auf folgende weitere Dinge:

  1. Keyword einbringen (also auch Ihr Business), das ist gut fürs SEO
  2. sie muss 3 – 100 Buchstaben beinhalten (Empfehlungswert 30 Zeichen)
  3. Keine Leerzeichen verwenden
  4. Keine außergewöhnlichen Symbole verwenden
  5. Sie können Ihre URL nur 5x in 6 Monaten ändern
  6. jede Änderung hat aber auch Auswirkungen auf Ihr SEO!
  7. ändern Sie also Ihre URL nicht zu oft

 

Das war der Einstieg in die Welt von LinkedIn. In der nächsten Folge verraten wir Ihnen, wie Sie Ihre Marke bestmöglich positionieren und vermarkten können.